Was macht eigentlich ein Sportpsychologe? FOLGE 2 #Team

In diesem Teil meines Blogs verfasse ich regelmäßig Texte/Videos/Kommentare dazu, wie die Sportpsychologie Athleten und Trainern dabei hilft ihre Leistungen zu verbessern und sie konstant darauf zugreifen zu können.

 

Euer Ole Fischer

 

Innerhalb des Teams erarbeitet man Lösungen.
Innerhalb des Teams erarbeitet man Lösungen.

 

 Wofür brauchen Teams einen Sportpsychologen?

 

Nachdem in Folge 1 die allgemeine Einführung ins Thema stattgefunden hat, möchte ich in Folge 2 nun mehr auf die Verbindung der Sportpsychologie zum Team eingehen. Ein Team besteht aus zwei oder mehr Individuen, die in einem dynamischen System miteinander agieren. Diese Interaktionen sind die grundlegende Arbeit der Sportpsychologie. 

 

Jeder Sportfan hat es schon einmal beobachten können: Wenn ein Team gemeinsam funktioniert, sieht es für den Betrachter aus als gäbe es eine einheitliche Melodie nachdem eine Mannschaft spielt. Tatsächlich spricht man in einigen Sportarten sogar vom „Rhythmus im Team.“ Doch welche Faktoren tragen dazu bei, diesen Rhythmus zu kreieren und beizubehalten?

 

Kommunikation

 

Der Versuch im Team erfolgreich zu kommunizieren erweist sich leider von Zeit zu Zeit als problematisch. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass meist viele unterschiedliche soziale, kulturelle und ideologische Prägungen innerhalb des Systems „Team“ interagieren. Athleten und Athletinnen sind sich meist darüber bewusst, was sie wie sagen. Oft auch, wie es bei ihrem Gesprächspartner ankommt. Hin und wieder auch wie ihre Körperhaltung zur Kommunikation beiträgt. Aber wieviel Prozent ihrer Spieler nutzen Kommunikationeffektivum einen Mitspieler oder das gesamte Team besser zu machen? Wäre es nicht toll, wenn die Gespräche auf dem Feld oder auch die nonverbale Unterhaltung mit dem Mitspieler so ablaufen, dass der Teamkollege auch nach missglückten Situationen mit starkem Selbstvertrauen auf dem Feld steht? 

 

Zielsetzung

 

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“, so lautet ein Zitat vom chinesischen Philosophen Laozi. Ein gemeinsames Ziel zu formulieren klingt im ersten Moment nach einer relativ einfachen Sache. Viele wollen „gegen den Abstieg“, „um den Aufstieg“ oder „um den Titel“ kämpfen. Teilweise gibt es in einem Team Athleten, die eine unterschiedliche Vorstellung von diesen Zielen besitzen und damit auch ein anderes Kommitment an den Tag legen. Der Zweck der Zielsetzung ist bekannt, doch die Anforderungen des Ziels sind nicht klar. Was macht ein gutes Ziel aus? Wie viele Ziele braucht man? Ergebnis- oder Prozessziele? Etappenziele? SMART-Zielsetzung? Diese und viele ähnliche Fragen stellen sich Teams oft bewusst und unbewusst. Ich helfe ihnen dabei eine Antwort zu finden.

 


Grundlage für eine gelungene Kommunikation ist die Gleichberechtigung im Gespräch!
Grundlage für eine gelungene Kommunikation ist die Gleichberechtigung im Gespräch!

 

 

Rollenverteilung

 

Weshalb hierarchische Strukturen im Sport so wichtig sind, zeigt sich meist bei engen Spielen. Wenn der Druck hoch ist, die Bedeutung einzelner Entscheidungen größer wird und die Emotionen hochkochen, wirkt der Grad, in dem die Sportler sich bewegen, schmäler als zu vor. In diesen Momenten ist es wichtig eine klare Aufgabenverteilung zu kennen, seine Rolle wahrzunehmen und mit der gewohnten Sicherheit den Wettkampf zu bestreiten. Dies trägt bedeutend zum Ausgang der Begegnung bei.

 

Konfliktbearbeitung

 

Hin und wieder kommt es in Systemen wie einer Arbeitsgruppe, Familien und auch bei Sportmannschaften zu Konflikten, die augenscheinlich als unlösbar erscheinen. Als sportpsychologischer Berater beginnt hier ein Arbeitsfeld, welches leider nicht immer mit dem gewünschten Resultat der „Schlichtung“ endet. Allerdings bemühe ich mich um eine faire Aussprache der beteiligten Fronten und versuche die Möglichkeiten zur Versöhnung aufzuzeigen. Oft kann aus einer verzwickten Situation auch eine neue Chance für das Team entstehen. Im Idealfall gehen die Beteiligten mit mehr Kraft und neuen Ideen aus dem Konflikt hervor, da sie sich gegenseitig verstanden und unterstützt fühlen. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung eines gesunden Teamgefüges.


Wenn es drauf ankommt, sind die Rollen klar verteilt.
Wenn es drauf ankommt, sind die Rollen klar verteilt.

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