Coaching the Next Generation of Sport Psychologists
Coaching the Next Generation of Sport Psychologists
Ole als Referent beim Ausbildungslehrgang Sportpsychologie in Köln
Wie sich Aufmerksamkeit steuern lässt, wie man Selbstgespräche so gestaltet, dass sie beim Performen helfen und was es braucht, um in der Sportpsychologie in die Selbstständigkeit zu starten, all das und ein bisschen mehr hat Ole am 31. Juli dem neuen Ausbildungsjahrgang der Arbeitsgemeinschaft der Sportpsychologie unter der Schirmherrschaft des Center of Mental Excellence in Köln referiert.
Für Ole war es ein emotionaler Termin, vor neun Jahren hatte er nach seinem Studium selbst diese Ausbildung besucht und dabei bereits davon geträumt vielleicht einmal einer der Kollegen zu werden, die auch der jungen Generation mit dem Einstieg helfen. Am 31. Juli war es dann so weit:
Konzentration ist mehr als Hinschauen.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Konzentration und Aufmerksamkeitsregulation. Denn wie ihr wisst: Im Sport hat der Sportler oder die Sportlerin gute Karten, die ihre Aufmerksamkeit richten und flexibel ihren Fokus an die jeweilige Situation anpassen kann.
Ole vermittelte den Teilnehmenden also die Formen von Aufmerksamkeit und ging mit ihnen der Frage nach, welche inneren und äußeren Faktoren die Konzentration beeinflussen können.
Anhand spezieller Übungen und Fallbeispiele konnten die angehenden Kollegen und Kolleginnen die Techniken selbst ausprobieren und deren Einsatzmöglichkeiten evaluieren.
Selbstgespräche richtig steuern
Am Nachmittag widmete sich die Gruppe dann der Selbstgesprächsregulation. Was umständlich klingt, ist hocheffektiv. Denn was Athletinnen und Athleten zu sich selbst sagen, steuert ihre Aufmerksamkeit, ihre Emotionen und ihr Verhalten.
Negative oder wenig hilfreiche Gedanken lassen sich nicht abschalten – Stichwort: „Nicht an den rosa Elefanten denken.“ Umso wichtiger ist es, zu lernen, wie man sie wahrnimmt und einen funktionalen Umgang mit ihnen entwickelt.
Dabei geht es nicht nur um positives Denken. Ein wirksames Selbstgespräch muss zur Person, zur Sportart und zur konkreten Situation passen. Kurze und klare Schlüsselwörter – sogenannte „Cues“ – helfen dabei, die Aufmerksamkeit wieder auf die beeinflussbare Handlung zu richten. Ein Gamechanger, wenn man es kann!
Einblicke in die sportpsychologische Selbstständigkeit
Neben grundlegender fachlicher Kompetenz stellen sich beim Aufbau einer Selbstständigkeit zahlreiche praktische Fragen:
* Wie positioniere ich mich als Sportpsychologin oder Sportpsychologe?
* Wie gewinne ich erste Vereine, Teams oder Athletinnen und Athleten?
* Wie gestalte ich professionelle Angebote und langfristige Kooperationen?
* Welche organisatorischen und unternehmerischen Aufgaben gehören zur Selbstständigkeit?
Oles Ziel war es, von Herausforderungen, Lernprozessen, Erfolgen sowie Niederlagen zu berichten. Der Erfahrungsschatz von knapp 10 Jahren sportpsychologischer und persönlicher Entwicklung breitete sich vor den Teilnehmenden aus.
Aus Theorie wird Praxis
Die Modulserie „Sportpsychologisches Training und Coaching im Leistungssport“ verbindet theoretische Grundlagen mit Handlungskompetenzen. Die Teilnehmenden werden darauf vorbereitet, sportpsychologische Maßnahmen zu konzipieren, durchzuführen und auszuwerten. Eine mehrmonatige, begleitete Praxisphase bildet dabei den zentralen Bestandteil der Ausbildung.
Für Ole war der Tag in Köln eine erfrischende Gelegenheit, seine Erfahrungen aus der täglichen Arbeit mit Athletinnen, Athleten, Teams und Coaches an die nächste Generation sportpsychologischer Fachkräfte weiterzugeben.
Wir bedanken uns beim Center of Mental Excellence insbesondere bei Dr. Willis für das Vertrauen und bei allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihre Neugier und den Austausch. Wir wünschen euch viel Erfolg auf eurem weiteren Weg in der Sportpsychologie und freuen uns darauf, euch künftig auf oder neben dem Platz wiederzutreffen.
Eure Kopfathleten
Coaching the next generation aus Liebe zum Sport.


